Stille
11. Dezember 2020

Ich wünsche mir Stille. Absolute Stille. Möchte nichts hören müssen. Keine Stimmen, kein Geschrei, keine Geräusche. Kein Stampfen, Klopfen, Poltern. Kein Rauschen, kein Zischen. Einfach nichts. Nur absolute Stille.

Ich wünsche mir Dunkelheit. Natürliche Dunkelheit, damit meine Augen nicht wahrnehmen müssen, was vom Wesentlichen ablenkt. Denn nur in der Dunkelheit liegt diese absolute Stille verborgen.

Entspannen. Abschalten. Runter fahren. Körper und Geist zur Ruhe kommen lassen. Durchatmen. In mich selbst rein hören. Tief drinnen lauschen und eins sein mit mir selbst. Frieden finden. Ohne Störung von außen.

Nachts wach zu liegen, nicht schlafen zu können ist beinahe ein Segen. Ich liebe diese Momente. Genieße sie. Ich höre nichts. Ich sehe nichts. Bin nahezu schwerelos. Ich atme. Ich lebe. Ich bin.

Viel zu schnell beginnt der nächste Tag. Stürzen Licht und Laute erneut auf mich ein wie ein Schwall bedrohlicher Angreifer. Der Kampf beginnt erneut. Täglich. Der Gegner – Alltag.

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