What is love?
14. Februar 2021

Was ist Liebe? Liebe hat wohl unendlich viele Gesichter. Dabei ist sie reine Interpretationsache. Vielleicht sogar nur ein trügerisches Wort, welches in seiner eigentlichen Bedeutung oft genug missbraucht wird und als Synonym für andere Gefühle steht.

Aber was ist Liebe denn nun? Das kann wohl nur jeder für sich definieren und im Nachgang hoffen, dass sein gegenüber ebenso genau diese Art der Liebe versteht und teilt.

Herzklopfen, schwitzige Hände, Schnappatmung und ein Kribbeln im Bauch. Tausend Schmetterlinge. Der Beginn einer Liebe. Der Wunsch nach Zweisamkeit, Zärtlichkeit und Leidenschaft. Begehren, Lust und Hingabe. Aber ist das wirklich Liebe? Wohl eher eine starke Anziehung basierend auf sexueller Ebene.

Menschen glauben einander zu lieben. Sie leben in kulturell auferlegter Monogamie, in der die absolute Treue zum anderen eine starke Priorität besitzt und besiegeln diese Art ihrer gemeinsamen Liebe mit dem Versprechen der Ehe. Doch ist es nicht eher eine gegenseitige Gefangenschaft? Ein sich selbst aufgeben und das Gehorchen auf traditionell vorhandene Strukturen? Eingeschränkt auf den kleinen Kreis in dem man sich befindet und auferlegt mit unausgesprochenen Verboten?

Eltern lieben ihre Kinder und Kinder ihre Eltern. Doch basiert diese Bindung wirklich auf Liebe? Und das auf ewig? Oder ist es doch nur ein Trugbild, das uns traditionell eingeredet wird, damit unsere Gesellschaft funktioniert? Kinder in die Welt zu setzen ist grundsätzlich purer Egoismus und die Gründe dafür wohl mannigfaltig. Doch Liebe? Wohl eher der Wunsch geliebt zu werden und Zuneigung zu geben. Eine wunderbare Illusion von gegenseitiger Bedeutung. Doch real lieben Kinder nicht, denn sie sind in erster Linie bedürftig und abhängig und fordern ebendiese Zuneigung, die wir instinktiv geben möchten. Eine gegenseitiges Brauchen auf Zeit also?

Der Mensch möchte besitzen und sich selbst eine höhere Bedeutung im Leben geben. Er will bestimmen zum Wohle anderer. Er sagt, er liebt Tiere, dabei sperrt er sie ein. Er sagt, er liebt die Natur und baut Zäune um sie herum. Er sagt, er liebt Wälder, Berge und Meer, dabei rodet er und baut Dämme nach eigenen Vorstellungen. Ursprünglichkeit darf es nicht geben, denn was der Mensch glaubt zu lieben, will er besitzen, gestalten und formen.

So schön all diese unterschiedlichen Arten von Liebe anfangs auch sind, sie tragen tief in sich einen negativen Schweif mit sich. Eine dunkle Wolke, in der Abhängigkeit, Besitztum und Hörigkeit, Aufopferung, Macht und Eifersucht die Liebe verkommen lassen und sie als Trugbild entlarven.

Vielleicht ist Liebe einfach Freiheit und Akzeptanz. Freiwillig, ohne auferlegte Verantwortung und ohne Zwang. Das schlichte Sein und das Teilen wunderbarer Momente und Gefühle. Liebe ist Wohlwollen und Vertrauen. Liebe ist alles und doch ist sie frei.

Und am Ende bestimmt unsere Lebenssituationen die Art unserer Liebe. Und jede Art von Liebe ist in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Überzeugung richtig. Vorausgesetzt der Mensch ist glücklich in seiner Art zu lieben. Denn dieses Glück der Liebe schafft die Energie, die wir zum Wachsen und Gedeihen bis hin zum Tod brauchen. Ohne sie wären wir verloren und einsam.

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