Rubjerg Knude Fyr
2. Oktober 2021

Rubjerg Knude Fyr liegt etwa eineinhalb Kilometer von der Straße entfernt auf einer Klippe an der Westküste Dänemarks.

Der Weg zu den sandigen Klippen, auf denen er steht, ist gesäumt von grasenden Schafen auf der einen und typisch dänischer Küstenlandschaft auf der anderen Seite.

Weg zum Leuchtturm

Schon von weitem sieht man den um 1900 erbauten Turm hinter der riesigen Wanderdüne hervorblicken.

Seit 1968 ist der Leuchtturm außer Betrieb. Die Düne, die heute den Turm von Landseite aus verbirgt, verbarg ihn seiner Zeit von Seeseite aus. Schiffe auf der Nordsee hatten schlichtweg keine Chance mehr ihn zu sehen.

Rubjerg Knude Fyr hat, im wahrsten Sinne, eine bewegte Vergangenheit. Durch den feinen Sand der Dünenlandschaft wurden erst die Wohngebäude um ihn herum von Sand bedeckt. Auch der Turm selbst schien zu versinken und stand einige Zeit lang in einer Art Krater.

Die Häuser wurden Stück für Stück abgetragen und heute erinnern lediglich unzählige gelbe Backsteine an ihre ehemalige Existenz.

Jährlich brechen an Dänemarks Westküste bis zu fünf Meter Klippe vom Land ins Meer. Rubjerg Knude Fyr stand nur noch gute acht Meter vom Abgrund entfernt und ihm drohte das selbe Schicksal, wie vielen umliegenden Betonbunkern, die reihenweise am Strand der Westküste zu finden sind und die Stück für Stück der Brandung zum Opfer fallen.

Rubjerg Knude Fyr sollte das erstarrt bleiben und so beschloss man in Dänemark den Leuchtturm zu retten, indem man ihn landeinwärts transportiert.

2019 war es soweit und der Leuchtturm zog 70 Meter ins Landesinnere. Dort steht er nun suf einen festen Sockel und ist noch immer beeindruckend.

Für die Seefahrt aufgrund moderner Technik nicht mehr relevant, ist er für Touristen aller Couleur noch immer ein beliebtes und beeindruckendes Ausflugsziel.

Geprägt durch seinen alter blättert an vielen Stellen die Farbe ab. Die Stufen sind nicht mehr richtig fest und bei jedem Schritt überkommt einen die Angst, das ganze System könnte in sich zusammen brechen.

Abenteuerlust öffnet dem Risiko jegliche Türen und die Neugier tut ihr übriges. Ich steige die alten und rostigen Stufen empor und hoffe, dass alles gut geht.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es gewollt ist, dass Menschen den Turm erklimmen. So alt und rostig, so dünne eine sich durchbiegende Stufen. Doch die Tür unten stand offen. Weder ein Wärter, noch eine Infotafel geben Auskunft und so läuft dieses Unterfangen unter dem Motto; „Betreten auf eigene Gefahr“

Oben angekommen genieße ich dann nur noch den Ausblick.

1 Kommentar

  1. Katrin Slomma

    Liebe Marion,
    ja das ist eine wunderschöne Gegend. Ich war dort 2017, allerdings nicht auf diesem Leuchtturm. In Skagen und etwas südlich. Dort gibts auch eine Kirche, die von den Dünen „verschluckt“ wird. Am Strand auf der Nordseeseite gab es ein Haus, welches kurz davor war, von den Wellen mitgenommen zu werden. An manchen Stellen konnte man gut erkennen, wie die Dünen von der Nordseeseite zur Ostseeseite wandern.
    Leider bekomme ich dieses Foto hier nicht reinimportiert.
    Deine Fotos sind wieder sehr schön.
    Hab noch wundervolle Tage.
    Liebe Grüße Katrin

    Antworten

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