Zauberwald
18. Oktober 2021

Wald im Herbst, das hat etwas zauberhaftes. Etwas mystisches, Geheimnisvolles. Sagen und Märchen, Geschichten aller Art liegen hier verborgen.

Wohnt hier der kleine Troll? Das unscheinbare Wesen, welches ganz für sich allein ist? Oder leben hier übernatürliche Mächte? Jene, die wir uns zum Freund machen, um besser und geschickter durchs Leben zu gelangen?

Wer auch immer in unseren Wäldern lebt, wen wir sehen oder nicht, oder wem wir begegnen ohne von ihm zu ahnen, es ist vollkommen gleich. Denn hier draußen wohnt die Mystik. Diese ungeheure Kraft der Geschichten. Des Glaubens, des Seins.

Reincarnation. Aus alt wird neu. Aus Vergangenem wächst neues Leben. Leben und Tod so dicht beieinander. Doch das findet sich nur im Natürlichen.

Eine Farbenpracht im grauen Alltag. Leuchtendes grün inmitten des Todes. Farben die leuchten und dem Ende Einhalt gebieten. Nichts ist endlich. Alles erblüht in neuer Form.

Der ewige Kreis. Er wird nicht müde und zaubert Tag für Tag Millionen von Menschen aus aller Welt ein Lächeln ins Gesicht.

Heute meint dieses Spiel es gut mit mir. Es schenkt mir Farben. Und diese Farben sind der Ton, den ich in der Stille höre. Es ist wie ein Lied, was unaufhaltsam spielt.

Die Farben bestimmen den Takt. Die Melodie ist abhängig vom Ton. Ich bin mir nicht sicher, ob ein menschlicher Künstler an diese Größe jemals heran kommen kann.

Ich schließe die Augen und lausche in die Stille. In dieses wunderbare Werk. Ja. Ich bin im Wald. Im Zauberwald der Melodie. Der Töne und des Seins.

Ich darf teilhaben an diesem wunderschönen und doch alltäglichen Schauspiels. Wasser, Wald und Strand. Das Lebenselixier.

Luft und Liebe. Euphorie. Stimmung. Melancholie. Pure Freude und Tränen liegen so nah beieinander. Mein Herz gehört dem Meer, doch so ein Zauberwald ist auch unendlich schön.

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